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Samstag, 4. September 2010
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ADFC will Geisterradeln erlaubt sehen

Fahrrad-Club fordert neue Regelung vor Klingeltunnel

Hildesheim (br). Das Vorgehen der Polizei gegen die „Geisterradler“ vor dem Klingeltunnel hat den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) auf den Plan gerufen. Dessen Vorsitzender Dietmar Nitsche fordert, den Radweg auf der Westseite der Marienburger Straße an dieser Stelle in beide Richtungen für Radler freizugeben. Das meint auch der Arbeitskreis Südstadt/Marienburger Höhe für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept.
„Dafür müsste der Weg natürlich breiter sein“, betont der ADFC-Chef. Dies könne dadurch erreicht werden, dass die Parkplätze vor der Ladenzeile wegfielen. Die Verwaltung habe diese Möglichkeit bereits 1996 auf Anregung des ADFC geprüft, die Politik sei der Idee aber aus Kostengründen nicht gefolgt. „Doch jetzt muss etwas passieren, es kann nicht sein, dass jahrelang nur diskutiert wird“, sagt Nitsche. Viele Radfahrer benutzten den Weg an dieser Stelle nun einmal in beiden Richtungen, sie sollten dies künftig legal tun können. „Die Strecke hat ein Rieseneinzugsgebiet“, argumentiert Nitsche. Den derzeitigen „legalen“ Streckenverlauf hält der ADFC-Vorsitzende im übrigen „für nicht ohne“. Denn er verlange den Radlern zunächst eine 90-Grad-Kehre nach dem Überqueren der Marienburger Straße ab und dann noch eine 180-Wende direkt vor dem Klingeltunnel.
Im Durchgang selbst hält Nitsche eine deutliche Mittellinie für nötig. Sie soll die Radfahrer dazu bringen, jeweils auf der einen Tunnelseite zu bleiben und nicht den Gegenverkehr zu schneiden. Wer sich nicht an die verlangte Schrittgeschwindigkeit halte, müsse bestraft werden. „Das kann ruhig Geld kosten.“

 
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